Das Bildungszentrum zieht um!  

Dank der Dräger Stiftung kann das Bildungszentrum jetzt noch selbstständiger werden. Mehr dazu

Ein (neuer) Ort zum Lernen.

Seit 2016 öffnet das Bildungszentrum in M'Bour fast täglich seine Türen, um als Treffpunkt der verschiedensten Aktivitäten zu dienen. Das soll auch so bleiben, deswegen suchen wir schon einige Zeit nach einem geeigneten Ort, der unser Bildungszentrum noch unabhängiger macht.

Momentan ist das Bildungszentrum in einem Mietshaus beherbergt, was für unseren senegalesischen Partnerverein Elena E.D.M. eine permanente finanzielle Abhängigkeit bedeutet, da wir, Future E.D.M., die monatlich entstehenden Miet- und Nebenkosten bezahlen. Des Weiteren ist das momentane Gebäude sehr baufällig und bedarf immer wieder umfangreicher Sanierungsarbeiten. 

Hinzu kommt, dass der Vermieter das Gebäude langfristig für eigene Zwecke nutzen will, weshalb eine Übernahme nicht in Betracht kommt. Deswegen konnten auch weiteren Maßnahmen, die die Autonomie Elena E.D.M.s fördern, wie z.B. das Einrichten einer Solaranlage, nicht am jetzigen Standort stattfinden.

Nach intensiver Suche wartet ein wunderschönes Gebäude darauf, durch den Besuch vieler Kinder unterschiedlichen Alters mit Leben erfüllt zu werden. Unser Partnerverein Elena E.D.M. und wir sind begeistert. 

 

Die Lage ist in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem aktuellen Bildungszentrum. Da wir die uns anvertrauten Kinder und Nachbarn weiterhin begleiten möchten und dort weiterwirken möchten, wo wir bereits Beziehungen aufgebaut haben, ist uns die Nähe zum alten Ort sehr wichtig. 

Es freut uns, dass durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Dräger Stiftung, der Traum in Erfüllung geht. Der Verein Elena E.D.M. ist nun stolzer Besitzer eines eigenen Bildungszentrums, welches schon jetzt  Ursprung und Grundlage für eine selbstbestimmte Zukunft vieler Kinder ist.

 

 

 

 

So können wir unsere Tradition ab Juni/Juli in einem neuen Gebäude fortsetzen und einen Ort erhalten, der viele verschiedene Funktionen innehält:

Zentrale von Elena E.D.M. und Versammlungsort der GB von M'Bour

Unser Partnerverein hat seine Büroräume im aktuellen Bildungszentrum und kann von dort aus die GesundheitsbotschafterInnen im ganzen Land koordinieren. Auch die GB in M'Bour nutzen das Bildungszentrum als Basis für Versammlungen und um neue Aktionen zu planen.

Lernort

 

Durch Geld- und auch einige Sachspenden konnten wir einen Ort schaffen, an dem sowohl unsere Patenkinder als auch alle benachteiligten Kinder, die Zuhause nicht die nötige Ruhe finden, ungestört lernen und sich auf anstehende Prüfungen vorbereiten können. Hier steht für die Schule notwendige Literatur zur Verfügung und einige Computer erleichtern die Internet-Recherche. Samstags findet in verspielter Atmosphäre Zivilkunde statt, hier lernen die Kinder zum Beispiel warum und wie man sich die Hände wäscht, was Hygiene bedeutet und warum man Müll nicht einfach auf den Boden wirft.

Nachhilfe

Mittlerweile hat sich die Bibliothek zu einem Bildungszentrum gemausert. Es finden täglich Kurse in Mathematik, Französisch, Chemie oder Physik statt, die Kinder in den Ferien oder schulbegleitend besuchen können.

Französischunterricht für Straßenkinder

Eine gesellschaftliche Herausforderung im Senegal ist die hohe Zahl an Straßenkindern. Viele der Straßenkinder, sogenannte Talibes, sprechen ausschließlich die regionale Sprache Wolof. Durch das Erlernen der Landessprache Französisch in Wort und Schrift ermöglichen wir den Talibes die gesellschaftliche Teilhabe. Wir haben eine Kooperation mit einer Koranschule, die den Talibes Obhut gewährt und ihnen ermöglicht am Nachmittag die schulische Ausbildung von uns zu erhalten. Der Unterricht findet dreimal wöchentlich über insgesamt drei Monate statt. Der Französischunterricht wird von einem von uns bezahlten Lehrer durchgeführt. 

Vorschule

Aktuell werden etwa vierzig Vorschulkinder im Bildungszentrum auf spielerische Weise auf die Grundschule vorbereitet.  

Zur Organisation vor Ort haben wir im Jahr 2016 unsere Bibliothekarin Pollel eingestellt, die eine Fortbildung in Informatik erhalten hat, um unsere Administration weiter zu verbessern. Die Kurse werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern gehalten oder durch von uns geförderte Fachkräfte. 

Langfristig soll sich das Zentrum nach dem solidarischen Prinzip selber finanzieren. Eltern, die es sich leisten können bezahlen eine Art Mitgliedschaft, für alle anderen ist der Besuch und die Angebote weiterhin kostenlos.