Freitag, 7. September 2018

Letzte Woche in einem nicht mehr ganz so fremden Land - von Andreas

Dass die Zeit schnell vergehen wird hatte ich schon erwartet, trotzdem konnte ich es in den letzten Tagen kaum glauben, dass schon bald 6 Wochen Senegal vorbei sein sollten. Aber da sich der gesamte Aufenthalt so intensiv gestaltete, hatte man den Kalender komplett aus den Augen verloren. Besonders die Anfangszeit in Dakar war sehr turbulent und manchmal auch etwas nervenaufreibend. Deshalb waren die Wochenendausflüge in das ca. 80km entfernte M'Bour immer wie eine kurze Auszeit, sozusagen meine kleine Oase der Ruhe. Und genau dort wurde auch das Ende meiner Reise verbracht, doch von Ruhe war diesmal nicht die Rede. Da man sich in Deutschland viel für das Projekt vorgenommen hatte, mussten auf der Zielgeraden nochmal die Ärmel hochgekrempelt werden: Schultüten basteln mit den Vorschulkindern, Kennenlernen einiger Patenkinder, Teilnehmen am wöchentlichen Treffen der Gesundheitsbotschafter, Urkundenvergabe für Straßenkinder die erfolgreich Französisch erlernt haben und zu guter Letzt eine Gesundheitsbotschafterin auf Mission begleiten. Volles Programm also! Aber eines hatten all diese unterschiedlichen Aktivitäten gemeinsam: Immer waren Menschen involviert, die voller Leidenschaft versuchen ihren Teil für eine bessere Zukunft im Senegal beizutragen. Unvergessen werden natürlich die strahlenden Gesichter der Kinder bleiben, als sie im Gedränge nach ihren gefüllten Schultüten griffen. Bemerkenswert waren auch die stolzen Straßenkinder, die s.g. Talibé's, als sie ihre Urkunden bestaunten. Und wenn auch unter Zeitdruck, so war auch der Einsatz der Gesundheitsbotschafterin Fatima im nahegelegenen Bargny sehr eindrucksvoll. Während anfangs nur wenige, schüchterne Jugendliche zum Treffen über HIV-Prävention präsent waren, wurde es auf der Dachterasse im Laufe des Abends immer voller, sodass am Ende sogar mehr Leute stehen mussten als sitzen konnten. Alle Beteiligten zeigten sich äußerst interessiert und das Feedback am Ende war auch mehr als positiv. Viele erkundigten sich sogar, wie man sich dem Projekt anschließen kann um selbst zur sexuellen Aufklärung im Senegal beizutragen. Die Relevanz von Bildung und Zugang zu Informationen wurde sicherlich erkannt und damit ist ein erster, wichtiger Schritt getan.

Nach diesen ganzen Erfahrungen kann man sich sicherlich vorstellen, welch ein Chaos im Moment in meinem Kopf herrscht. Ein Resümee fällt mir deshalb noch sehr schwer, doch sobald ich alles sacken gelassen habe und ich meine Eindrücke sortieren konnte werde ich versuchen einen letzten, zusammenfassenden Bericht zu schreiben. Soviel vorweg, es war eine einmalige und unvergessliche Erfahrung!

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